Samstag, 29. Juni 2013

weil abschiede immer traurig sind.


"Und weißt du..das ist dann so ein komischer Gürtel, weißt du was ich meine?" Du siehst mich an, deine blauen Augen strahlen trotz der Dunkelheit so schön. Ich nicke und murmele irgendwas, bevor ich mir deinen Cocktail nehme und sich dabei unsere Hände berühren. Sofort legt sich eine Gänsehaut über meinen Körper und die Schmetterlinge, die schon die ganze Zeit Achterbahn in meinem Magen fahren, fangen langsam an durch zu drehen. Ich sehe zu dir hinauf, blicke dir in deine Augen und frage mich erneut, wie ein Mensch so unglaublich schön sein kann. Wieso bist du so schön? Wieso bringst du mich dazu, dich zu lieben? Wieso? Plötzlich spüre ich deinen Arm gegen meinen gepresst und ich muss mich beherrschen nicht zu weinen. Ich blinzele ein paar Mal, doch die erste Träne bahnt sich ihren Weg. Ich wische sie schnell weg und nehme einen großen Schluck von meinem Bier. Ich sehe Robin an, Sitka und Leonie. Und dann wieder dich. Du lachst und ich merke, wie dir der Alkohol immer mehr zu Kopf steigt. Lächelnd siehst du mich an, siehst mir in die Augen und ich kann kaum glauben, dass es in wenigen Minuten alles endet. Es werden die letzten Momente werden, die wir miteinander erleben werden. Es war das erste und das letzte Mal, dass wir miteinander redeten. Ich frage mich erneut, wieso wir nicht früher geredet haben. Ich habe dich schon immer bewundert, habe mich immer gefragt, wie schön ein Mensch eigentlich sein kann. Vielleicht sollte es so kommen. Ich hasse Abschiede und diesen ganz besonders. Komisch, dass ich die einzige bin, die weiß, dass es ein Abschied für immer ist. Es sind die letzten Minuten, die uns bleiben. Die letzten Minuten, in denen wir uns so nah sein werden. Die letzten Minuten, die ich mit dir verbringen werde. Bis du gehst. Für immer. Ein letztes Mal sehe ich dich an, bis ein Auto in die dunkle Einfahrt fährt und hupt. Du schiebst dich an mir vorbei, packst dir die anderen und willst verschwinden. Ich halte dich am Arm fest und drehe dich um. "Tschüss", flüstere ich und kämpfe mit den Tränen. Ich nehme dich in den Arm, nur ganz kurz und du drehst dich wieder um. Bevor du ins Auto steigst, drehst du dich nochmal um und lächelst mich an. "Danke für alles", flüstere ich unter Tränen, obwohl ich weiß, dass du es nicht mehr hörst. Du schließt die Tür und das Auto setzt sich in Bewegung. Ich sehe dem kleinen Auto hinterher, bis es nicht mehr zu sehen ist. Ich schaue auf mein Handy. 00:00 zeigt das Display. Gedankenverloren und tränenüberströmt sacke ich auf die kalte, nasse Straße. "Ich liebe dich." Vor lauter Tränen kann ich nicht mehr reden und starre immer noch auf das Bild, das mein Display schmückt. Ich werde dich für immer lieben. 



1 Kommentar:

  1. es ist kein abschied für immer

    der rest per nachricht

    kuss an dich und bleib stark, versprich es mir ♥

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